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KiGo 10-14, was ist denn das schon wieder?

 

KiGo 10-14“, dies häufig benutzte Schlagwort, klingt ja für einen Außenstehenden mehr nach einem koreanischen James-Bond-Gegenspieler als nach einer kirchlichen Veranstaltung.

Was genau muss man sich unter diesem Begriff vorstellen?


Hinter der griffigen aber dennoch etwas seltsam anmutenden Bezeichnung "KiGo 10-14" verbirgt sich "Kindergottesdienst für unsere 10 - bis 14 - Jährigen Kinder", also ein Gottesdienst für die Kinder, die der Sonntagsschule entwachsen sind und bereits den Religions- oder Konfirmandenunterricht besuchen.

 

Wie ist die Resonanz von Kindern und Eltern? Wird der zentrale Kindergottesdienst durchweg positiv aufgenommen, oder gibt es auch ablehnende Stimmen zu dieser Neuerung - und wenn ja, welche Gründe werden hierfür genannt?

 

Nach Einschätzung und Aussagen der Lehrerinnen und Lehrer kommen die Kinder gerne in dem größeren Kreis zusammen. Die Eltern haben weitestgehend eine positive Haltung zum KiGo 10-14, auch wenn sie zur Mithilfe gebeten werden, denn die Kinder müssen zum KiGo gefahren und nach dem Religions- oder Konfirmandenunterricht, der sich dem KiGo anschließt, wieder abgeholt werden. Das können die Lehrkräfte alleine nicht immer leisten.


Was sind die wesentlichen Neuerungen im Vergleich zu der sonst stattfindenden Sonntagsschule?


Die Sonntagsschule der alten Prägung besuchten alle Kinder im Alter von sechs bis vierzehn Jahren. Jedes Kind in dieser Altersspanne durch entsprechend methodisch und inhaltlich vorbereitete Stunden anzusprechen und zu erreichen war eine  nur schwer zu lösende Aufgabe für die Sonntagsschullehrkraft.
Seit einigen Jahren gibt es ein von Pädagogen erarbeitetes Lehrwerk für die Sonntagsschule, das dem Unterricht der sechs- bis zehnjährigen Kinder zugrunde liegt. Kinder ab zehn Jahre besuchen dann nicht mehr die Sonntagsschule, sondern drei Jahre den Religionsunterricht und anschließend ein Jahr den Konfirmandenunterricht. Da die Sonntagsschule parallel zum Gottesdienst am Sonntagvormittag gehalten wird, verlassen die Kinder mit Beginn des Schuljahres, in dem sie in den Religionsunterricht kommen, die Sonntagsschule und nehmen ihren Platz im Gottesdienst ein. Der "normale" Gottesdienst wendet sich an Erwachsene und ist manchmal für die genannte Altersgruppe  der Kinder schwer verständlich. Dennoch sollen die Kinder an die Gottesdienstsituation herangeführt werden. Dies genau geschieht im KiGo 10-14, der also ein Gottesdienst ist, in dem die Predigtbeiträge dem altersgemäßen Verständnis der Kinder entsprechen sollten.

 

Die Kinder wirken ja teilweise recht intensiv bei der Vorbereitung der Kindergottesdienste mit. Ist es da nicht ein bisschen schade, wenn sie nach der Konfirmation wieder passivere Gottesdienste erleben müssen?


Der KiGo 10-14 wird abwechselnd von den Kindern des gesamten Bezirkes mitgestaltet. Dazu gehört die Herrichtung des Altars (Abendmahlsgeräte, Blumenschmuck, Bibel...), der Ordnungsdienst in der Kirche  (Lüften, Gesangbücher auslegen, Opferkästen anbringen und Verbuchen des Opfers nach dem Gottesdienst...) und die Mitgestaltung der Liturgie durch Chorgesang, Instrumentalbeiträge und Lesungen. Gewisse Variationen in der Gottesdienstgestaltung sind möglich und auch gewollt. Dadurch wird der Gottesdienst nicht passiv "konsumiert", sondern aktiv begleitet und auf eine andere Bedeutungsebene gehoben. Nach der Konfirmation finden die Kinder ihren Platz, wie zuvor schon an den Sonntagen, an denen kein KiGo stattfand, in der Heimatgemeinde. In jeder Gemeinde gibt es Möglichkeiten, sich einzubringen und mitzuhelfen. Selbstverständlich wird das gewünscht und ist auch notwendig und für eine lebendige und funktionierende Gemeinde unerlässlich. Nur ist es auch wichtig, junge Brüder und Schwestern in die Gemeindeaufgaben hineinzuführen, ihnen einen "Platz" in der Gemeinde  zu geben und sie in der Ausführung der Aufgaben zu unterstützen.

 

Können wir „Großen“ von der doch recht modernen Form des Kindergottesdienstes etwas lernen? Wäre es möglich, bestimmte Elemente auf die Gemeindegottesdienste zu übertragen?

 

Der liturgische Ablauf der Gottesdienste scheint festzuliegen. Jahrzehntelange Gewohnheiten abzulegen fällt schwer, wenngleich mehr Abwechslung, etwa durch eine breitere Palette musikalischer Beiträge (Orgelstück, Chorvortrag, Instrumentalstück, Sologesang mit Orgelbegleitung...), und ein häufigerer Wechsel von Predigt- und Musikbeiträgen erwünscht und empfohlen wird.

 

Kindergottesdienst für 10-14 Jährige

Für Kinder zwischen dem 10. und dem 14. Lebensjahr findet jeweils möglichst am 2. Sonntag (Bezirkssonntag) eines Monats (außerhalb der Ferien) ein besonderes Ereignis statt. Alle Kinder dieser Altersgruppe des gesamten Gelsenkirchener Bezirks treffen sich zu einem besonderen Gottesdienst, kurz KiGo 10-14 genannt.

Zwei zentral im Bezirk gelegene Gemeinden, Beckhausen und Bismarck, wechseln sich als Gottesdienststandort monatlich ab. In diesen Gemeinden sind die Bedingungen zum Ablauf des Gottesdienstes, zum gemeinsamen Imbiss und für die Unterrichte geschaffen. Der Gottesdienstraum soll nicht zu groß sein, die Kinder sollten ausreichend Platz zum Essen haben und es müssen separate Räume für die Unterrichte vorhanden sein.
Bereits um 9:00 Uhr treffen die ersten Kinder mit Ihren Begleitern (Lehrkräfte) ein. Der Ordnungsdienst und die Kinder, die den Blumenschmuck am Altar richten. Gegen 9:30 Uhr sind die meisten Kinder und die Lehrer/innen da, so dass der Dirigent beginnen kann, die Lieder aus dem neuen Kindergesangbuch "Stimmt mit ein" zu üben. 5 Minuten vor Gottesdienstbeginn kehrt merklich Ruhe im Gottesdienstraum ein.

Die Gottesdienste (KiGo 10-14) werden im Gelsenkirchener Bezirk von einer festen Gruppe geplant und durchgeführt. Als Dienstleiter wechseln sich ab. Ganz besonders willkommen ist natürlich immer der Bezirksvorsteher, ab dem 30. September 2007 unser neuer Bezirksältester Frank Zisowski.
Die Gruppe, die für die Vorbereitung dieser Gottesdienste zuständig ist, besteht aus dem jeweiligen Dienstleiter, einigen Lehrerinnen und Lehrern der einzelnen Unterrichtsgruppen, der "KiGo 10-14 Planungsgruppe". Sie trifft sich regelmäßig ca. 10 Tage vor den Gottesdiensten, um zu besprechen, wie die Kinder in den Gottesdienstablauf eingebunden werden können, welche "Kinderaktionen" durchgeführt werden, was es zu Essen gibt, wer für den Ordnungsdienst zuständig ist und wie der Blumenschmuck aussehen kann. Da aus Zeit- und Termingründen nicht immer alle Vorsteher und alle Lehrer/innen dieser Gruppe an den Besprechungen teilnehmen können haben wir eine "Stammbesetzung", die möglichst diesen Termin wahrnehmen sollte. Das sind auch die Ansprechpartner für alle Probleme, Änderungswünsche oder Verbesserungsvorschläge.

Da wir nun eine eigene Internetseite haben wollen wir möglichst viele Berichte, Bilder, Informationen usw. auf dieser Seite veröffentlichen. Über Zuarbeit durch die Kinder und auch durch die Begleiter würden wir uns sehr freuen.

ks